Sonntag, 5. November 2017

Die fetteste Halloweenparty 2017

Das normale Dienstagabendprogramm für die Kinder (Fernsehen) wurde am Dienstag den 31.10. ganz schön durcheinandergerüttelt. Schon Tage zuvor beginnen die Bastelarbeiten für ein Fest, das in Indien wenig bis gar nicht bekannt ist: Halloween. Die Kinder und wir sind fleißig am basteln und werkeln: Es müssen Lampions gefertigt, Geister und Girlanden für den extra Gruselfaktor hergestellt und Masken ausgeschnitten werden. Und am Wichtigsten natürlich: Kürbisse aushöhlen und schnitzen! Fröhlich tönt „Kadu[1], Kadu, PUMPKIN“ durch das Klassenzimmer und bei Schulschluss haben wir zwei wunderbar ausgehöhlte Kürbisse und jede Menge Material für eine Kürbissuppe. Das Gesichter schnitzen übernehmen wir aus Sicherheitsgründen selber. Dann geht es ans kochen und pürieren. Hier ein kleiner Tipp: niemals versuchen brühend heißes Gemüse im Mixi zu pürieren. Das hat die Küchenwand verschönert und mir die Brandblase meines Lebens verpasst. Immerhin ist die Suppe lecker. Kurz vor Beginn der Feier sind wir noch im Stress: Es müssen noch Bänder an unsere Masken gebunden, passende halloweenige Lieder rausgesucht und Süßigkeiten in die Luftballons gefüllt werden. Und plötzlich ist es viertel vor sieben und der Essenssaal ist noch nicht ansatzweise geschmückt. Panik breitet sich aus. Dankenswerterweise helfen uns die drei Lehrerinnen und um kurz nach sieben sind wir tatsächlich fertig. Aber wo sind denn alle? Die Lehrerinnen und Nonnen haben sich zu einer Besprechung zurückgezogen, die dritte Lehrerin schaut mit den Kindern fern. Und sie wollen einfach nicht kommen. Die Besprechung muss jetzt sein und die Lehrerin vor dem Fernseher sagt sie will nur noch fünf Minuten weiter schauen anstatt jetzt zu kommen. Dabei haben wir (aus Erfahrung handelnd) die Feier frühzeitig angekündigt und alle dreimal am Tag daran erinnert. Also nehmen wir die Sache in und die Kinder an die Hand und scheuchen sie in den Essenssaal. Die Kinder merken schnell, dass es sich gelohnt hat, den Fernseher hinter sich zu lassen. Sie lieben ihre selbstgemachten Kürbis- und Fledermausmasken, und auch die halbe Stunde einfach nur rumtanzen und rumhüpfen bereitet ihnen eine große Freude. Und das macht auch uns glücklich. Die Kürbissuppe kommt ebenfalls gut an und die Süßigkeiten-Luftballons platzen zu lassen, ist sowieso der Hit. Damit die Kinder nach der fetten Party ein bisschen runterkommen (und verstehen, warum wir uns den ganzen Abend so komisch verhalten haben) gibt es noch ein kleines Lied mit Video zu Halloween. Unser Ohrwurm für die nächsten Tage ist damit auch vorprogrammiert: „Knock, knock, trick or treat who are you? I am a Ghost, I’m a little Ghost...“




[1] Kadu = Kürbis in Hindi



Basteln, basteln, basteln
Wir gehen in die Geister-Massenproduktion


Der feierlich geschmückte Essenssaal

Hier sieht man auch die Winterklamotten der Kinder, es ist nämlich KALT bei uns!
Nicht nur die Kinder fanden die Masken super

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