Mittwoch, 13. September 2017

Not macht erfinderisch

Erstens: wir sind nicht in Not. Zweitens: Wir lieben indisches Essen, gerne auch scharf. Wir werden morgens, mittags und abends sehr lecker bekocht.  Aber ab und zu hat man einfach ein Verlangen nach etwas anderem als Reis mit Dahl[1] und Gemüse. Und dann werden wir wirklich erfinderisch. Warum nicht einfach mal den üblichen Reis mit Milch, Zimt und Banane mischen und sich so einen Nachtisch schaffen. Oder morgens das Chapati[2] in den Tee tunken und mit Granatapfel essen.  Und ob man es glaubt oder nicht, sogar eine Scheibe Plastikkäse pimpt so manches Mittagessen auf. Und obwohl wir nie erwähnt haben, dass wir deutsches Essen vermissen, scheinen unsere Mitbewohnerinnen das zu denken und haben vorgesorgt. In der Küche befinden sich neben einem Kilo Cornflakes auch drei Packungen Plastikkäse und tausend kleine Päckchen Butter. Unser Aufgabenplan sieht außerdem einmal in der Woche Kochen für uns vor und wir freuen uns darauf neben improvisiertem deutschem Essen auch indische Gerichte kennenzulernen und zu kochen.  Seit ein paar Tagen versuchen wir eine Pizza auf die Beine zu stellen. Das scheitert inzwischen nur noch daran, dass statt der Hefe zehn Packungen Tütensuppe für uns eingekauft wurden. Aber wer weiß, vielleicht nächstes Wochenende.





[1] Dahl = eine Soße aus Linsen
[2] Chapati = dünner Teigfladen

Milchreis gefällig?



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