Donnerstag, 12. Oktober 2017

Zeit für neue Sünden


Ein Tag voller Erlebnisse!
Während der Schulferien haben wir einen Tagestrip nach Rishikesh und Haridwar unternommen. Da nur wenig Zeit war wurden wir von einem unserer Driver hin und zurück kutschiert. Früh morgens ging es los. Wir hatten uns für die 3-4 stündige Fahrt mit einem Harry Potter Hörspiel ausgestattet und uns davor über Sehenswürdigkeiten informiert. Wir fanden einen Geheimtipp über Wasserfälle, verborgen in den tropischen Wäldern um Rishikesh. Als wir jedoch nach der Wegbeschreibung zum Neer Garh Waterfall schauten, und wir sahen das man direkt bei der Neer Garh Waterfall Bushaltestelle in die Neer Garh Waterfall Straße einbiegen muss, wurde uns schnell klar, dass der Geheimtipp gar nicht so geheim ist. Trotzdem wollten wir uns den Wasserfall nicht entgehen lassen. Es stellte sich heraus das die Neer Garh Waterfall Straße auch nur eine winzige Schotterpiste ist auf der wir eine knappe halbe Stunde wegen Erdrutschgefahr auf die Weiterfahrt warten mussten. Eine Serpentine weiter oben sahen wir dann einen Bagger Erdhügel von der Straße den Abhang runter schieben. Endlich am Ziel waren wir etwas enttäuscht von der Größe des Wasserfalls, für den wir immerhin umgerechnet ca. 40 ct bezahlt hatten. Schließlich fanden wir jedoch etwas weiter oben noch eine Stelle zum Baden ganz für uns allein und hüpften samt Kleidern ins Wasser.

 
Pitschnass und glücklich stiegen wir wieder ins Auto und machten uns auf den Weg zur Laxman Jhula, eine Hängebrücke im Herzen Rishikeshs.

Auf der Laxman Jhula

Das erste was uns auffiel waren die vielen Weißen um uns herum die geschätzt 15-20 % der Menschen ausmachten. Sie waren allesamt hippimäßig angehaucht und liefen zu unserem Schreck zum Teil auch mit kurzer Hose und bauchfrei durch die Gassen. Wir hatten unseren Spaß sie alle nach Kleidern und Aussehen in Deutsche oder Amerikaner einzuteilen.
Menschen von aller Welt kommen nach Rishikesh um hier, wie auch schon die Beatles, in Ashrams ihre spirituelle Seite aufleben zu lassen. Dementsprechend waren auch die Läden mit einer Vielzahl an Waren von überall her ausgestattet. Besonders die bunt bestickten Kleider, Schuhe und Schals zogen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir fanden auch eine German Bakery, in der wir uns italienische Pizza und Lasagne bestellten.


Nach weiterem erkunden der Stadt sahen wir auch noch mindestens 5 weitere German Bakerys und holten uns noch einen guten deutschen Apfelkuchen.

lecker schmecker!
Trotz westlicher Atmosphäre war zum Beispiel durch die Kühe und Affen auf der Brücke Indien immer allgegenwärtig.

Tempel, Kühe, Affen und eine Brücke in Indien Farben
Als Kontrastprogramm nahmen wir dann noch ein spirituelles Bad im Ganges, dass einen von allen Sünden reinwaschen soll. Wir fühlten uns jedenfalls sehr frisch nach dem Bad im eiskalten Wasser. Unser Mentor Fr. Francis meinte als wir zurück kamen, dass wir ja nun endlich wieder neue Sünden begehen könnten.

Zum Abschluss unseres Ausflugs schauten wir noch die abendliche Arti-Zeremonie in Haridwar an, bei der kleine Lichter auf Blättern in den Ganges gesetzt werden. Hier waren deutlich weniger Touristen aber umso mehr Müll im Ganges. Trotzdem war es sehr schön und besonders als überall um uns herum Fackeln erleuchteten und gemeinsam gesungen wurde.

Gespannt auf die bei Dämmerung einsetzende Arti-Zeremonie
Bevor Milena nein sagen konnte wurde ihr auch ein Bindi von einem kleinen Mädchen aufgemalt und anschließend hundert Rupien verlangt. Bockig gab sie sich jedoch schließlich mit 10 Rupien zufrieden. 
Auf der Rückfahrt mussten wir erst mal die vielen Eindrücke dieses Tages verarbeiten, natürlich beim Harry Potter hören, und freuten uns schon auf unsere kuscheligen, harten Betten.

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