Donnerstag, 17. August 2017

Nightlife in Delhi

Mit einer Flut aus Lichtern empfängt uns die Hauptstadt Indiens, als wir an diesem Abend in Delhi eintreffen. Bei 35°C und einer Luftfeuchtigkeit von gefühlt 99% verlassen wir einen der besten Flughäfen der Welt, wie uns unser Director erzählt. Unser Plan ist es, mit der Metro zum Busbahnhof zu fahren und uns dann mit dem Nachtbus in Richtung Norden aufzumachen. Nach einem Sicherheitscheck sind wir in der Flughafen-Metro die uns zur Stadtmitte bringt. Hier ist es klimatisiert, es hat Platz für unser Gepäck, jeder bekommt einen Sitzplatz. Schön.

In der regulären Metro von Neu-Delhi sieht das schon ganz anders aus. Die Metro ist sehr voll. Es ist sehr heiß. Jeder schwitzt. Und Platz für zwei Leute mit 70-Liter Trekking-Rucksäcken ist da erst recht nicht. Vor allem, wenn die Metro anfährt, beschleunigt oder anhält. Also immer. Und besonders schlimm ist es, wenn 20 neue Leute einsteigen wollen, obwohl da wirklich kein Platz ist. Platz machen sieht dann so aus, dass man samt Rucksack in irgendeine Ecke gedrängt wird und gezwungenermaßen mit den Leuten um einen herum kuschelt. Festhalten ist fast unmöglich und das ist besonders gefährlich, weil mich meine 16 kg Gepäck bei jedem Ruck nach hinten ziehen wollen.




Was uns deutlich auffällt ist, dass fast alle Menschen hier in Delhi westliche Kleidung tragen. Und neben indischen Frauen in Jeans, Minirock oder Harry Potter T-Shirt, kommen wir uns in voller Chudi-Montur doch ein wenig komisch vor.

Aber wir überleben die Fahrt und nehmen noch einen kleinen Snack in einem Fast Food Laden in der U-Bahn Station ein (dort gibt es übrigens auch Schwarzwälder Kirschtorte). Nach einer weiteren Sicherheitskontrolle betreten wir den Busbahnhof und steigen in den Bus nach Kotdwar, Uttarakhand. Dort werden wir die ersten Tage im Hauptsitz unserer Organisation Karuna Social Service Society verbringen, bevor wir in verschiedene Projekte entsandt werden.

Im Bus: unsere Rucksäcke bekommen einen Sonderplatz

Delhi, eine weitere Großstadt mit aufregendem Nachtleben - und wieder konnten wir sie nur aus Flugzeug, Bus und Bahn betrachten.

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