Montag, 21. August 2017

Achterbahnfahrt durchs Himalaja



An unserem ersten Tag in der Organisation schlängelten wir uns erst mal über drei Stunden durch die steilen Berge des Himalaja.



Unser Ziel war ein kleines Dorf namens Pabau, in dem unsere Organisation KSSS eine Schule errichtet hat und Frauenselbsthilfegruppen leitet. Zuerst waren wir begeistert von der atemberaubenden Aussicht, da wir von Bergen mit Reisterassen, einem großen Flusslauf und einigen Wasserfällen umgeben waren. Wir wanden uns immer höher und höher, doch selbst in den entlegensten Bergregionen mitten im Nirgendwo fand man immer noch einige Viehtreiber und auch Kinder in ihren Schuluniformen auf den Straßen.
Nach und nach wurden die Straßen immer schmaler und abenteuerlicher.


Wir mussten schließlich vor jeder Kurve hupen um einen Zusammenprall zu vermeiden. Und Kurven gab es zahlreiche! Es ging hoch und runter, rechts und links und dazu kam noch permanentes Gehubbel auf schlecht geteerten Straßenabschnitten. Schnell spielte mein Magen nicht mehr mit.
Die dreieinhalb Stunden kamen uns endlich lang vor.
Doch die lange Fahrt hatte sich gelohnt. In der Schule wurde zur Feier des Independence Day ein buntes Programm mit Tänzen und Gesang von den Teilnehmern der Frauenselbsthilfegruppen einstudiert.



Wir wurden ohne irgendetwas dafür getan zu haben als „special guests“ vorgestellt und durften alle stylische Kappen tragen.

Die Schule in Pabau liegt in traumhafter Landschaft und wächst stetig. Im Moment gibt es dort nur einen Kindergarten und eine 1.Klasse, sie soll aber bis zur 10.Klasse weitergeführt werden. Wir freuen uns schon sehr darauf in einigen Monaten in der Schule für längere Zeit mitzuhelfen!


Auch auf dem Rückweg am gleichen Abend hatten wir mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Kein Auge konnte man zumachen oder sich auf irgendwas anderes als seinen Magen konzentrieren und darauf dessen Inhalt nicht auszuschütten. Bis kurz vor dem Ziel gelang mir das auch :/ Diese Kurven waren echt zum kotzen!!
Trotzdem wurden wir für unsere Tapferkeit belohnt und bekamen noch drei Elefanten zu sehen, die direkt am Wegrand gemütlich ihr Abendbrot einnahmen. Milena und ich konnten unsere Begeisterung nicht im Zaum halten und schrien los um das Auto anzuhalten, obwohl unsere Begleiter in ein langes Gebet vertieft waren.



Leider konnten wir nur einen Elefantenpopo verewigen.

Kommentare:

  1. Wow, das sind ja super Bilder! Es ist sehr lange her, dass ich im Himalaya war. Aber dass es so schön ist, war mir nicht mehr bewusst. Viel Spass weiterhin und viele spannende Eindrücke!
    Andreas

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  2. Danke! Es war wirklich sehr schön!:D

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